Exlibris des Monats April - Hasenzeit

01.04.2011 | Mainz
Hasen sind ausgesprochen beliebt und einige haben sogar Karriere gemacht: Albrecht Dürers "Feldhase" von 1502 wurde zum populärsten Hasenbild aller Zeiten. Die "Häschenschule" von Albert Sixtus mit den Illustrationen von Fritz Koch-Gotha aus dem Jahr 1924 ist ein Kinderbuch-Klassiker. Bugs Bunny knabbert seit 1938 seine Möhren und gewann zwanzig Jahre später sogar einen Oscar.

"Mein Freund Harvey" hatte 1944 als Theaterstück Premiere und wurde mehrfach verfilmt. Seit 1952 produziert die Firma Lindt ihre berühmten Schoko-Hasen, inzwischen über 75 Millionen Exemplare jährlich. Seit 1954 existiert der Playboy-Bunny als Logo, sechs Jahre später hoppelten die ersten hasenohrigen Kellnerinnen durch die Clubs. Geschichten um den weltreisenden Hasen Felix versetzten die Kinder ab 1994 in Begeisterung und 2007 zogen "Keinohrhasen" Millionen Zuschauer in die Kinos.

Kein Wunder, dass die Mümmelmänner auch auf einigen Bucheignerzeichen zum Motiv geworden sind, darunter einige "redende" Exlibris, die den Eignernamen zum Bild werden lassen: Technisch brillant sind eine Radierung von 1910 für Ehepaar Haase sowie ein Holzschnitt aus der Schweiz für Marie Haas. Den Osterhasen bei der Arbeit zeigt dagegen ein niederländisches Blatt für Carla Braeken - passend zur Jahreszeit.

Das Gutenberg-Museum stellt mit seiner Reihe "Exlibris des Monats" ausgewählte Objekte seiner bedeutenden Sammlung aus, der mit mehr als 100.000 Exemplaren umfangreichsten Exlibris-Sammlung in öffentlichem Besitz. "Ex libris" (aus den Büchern) sind kleine graphische Blätter, die in den vorderen Bucheinband geklebt werden und Bücher als persönlichen Besitz kennzeichnen. Sie zeigen Schrift und Illustrationen und verraten oft etwas über den Besitzer und sein Leben.

Quelle: Pressemeldung Gutenberg-Museum Mainz

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